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Bericht über die 1. Spielrunde 2000/2001

Die Mannschaft des NTV Berlin debütiert in der 1. Bundesliga

Ein Bericht von Axel Zinke.

Am 29.10.2000 fand in Lübeck die erste Runde der Saison 2000/2001 statt. Neben dem NTV starten dort der Norddeutsche Saisonmeister BUR Berlin, die starken Mannschaften von DUC Hamburg und TC Hannover, Waspo 08 Göttingen, das wohl diese Saison gegen den Abstieg kämpfen muß und der DUC Lübeck, der als Zweitliga - Erster zusammen mit dem NTV dieses Jahr aufgestiegen ist.

Der Kader des NTV umfaßt dieses Jahr 17 Spieler, davon fünf Frauen. Deren Anteil wäre eigentlich noch höher, wenn nicht zwei Stammspielerinnen des Team verlassen hätten: Melanie Richter ist nach Bayern umgezogen und Anja Auberg spielt nun für den BUR Berlin. Dafür kann der NTV vier Neuzugänge verzeichnen: Mit Bob Robinson hat der NTV einen sehr erfahrenen Spieler aus der Zweiten Liga West dazu bekommen, der übrigens auch noch B-Schietsrichter ist; Uwe Kopischke hat lange für den BUR Berlin gespielt und wird den NTV durch seine universelle Einsetzbarkeit sehr verstärken; Peter Schneider vom TC Berlin und Stefan Lentze vom Sporttaucher Berlin / Uni bestreiten ihre ersten Liga- Spiele überhaupt und können daher am ehesten als Nachwuchs im eigentlichen Sinne bezeichnet werden.

Im ersten Spiel des Tages hatte der gleich die wichtigste Partie: DUC Lübeck hieß der Gegner im Kampf um den Klassenerhalt. In der ersten Halbzeit stand die NTV-Abwehr nicht immer überzeugend. Mit etwas Glück und einem Tor von Swantje Thomas gingen sie jedoch mit einem 1:0 in die Pause. In der zweiten Halbzeit gelang ihnen leider kein weiteres Tor. So mußten sie sich am Ende mit einem nicht ungerechten 1:1 Unentschieden zufrieden geben. Nach einem schweren Abwehrfehler verursachte NTV-Torwart einen Strafwurf, der verwandelt wurde.

Das zweite Spiel gegen den TC Hannover sollte ursprünglich sehr defensiv angegangen werden. Da der NTV jedoch recht gut in Schwung gekommen war und Hannover an diesem Tag nicht sehr gut besetzt schien, setzten er auf Offensive. Diese taktische Änderung wurde auch zunächst belohnt: Zur Halbzeit führte er durch ein Tor von Ulrich Conrady. Zur zweiten Halbzeit gewannen jedoch die erfahrenen Hannoveraner die Überhand und drehten den Spieß noch um. Das Endresultat von 1:3 ist vielleicht um ein Gegentor zu hoch ausgefallen.

Im letzten Spiel des Tages gegen den BUR Berlin rechnete sich der NTV natürlich nicht viel aus. Sie wollten aber die Niederlage möglichst klein halten, um im Kampf gegen den Abstieg u.U. mit einer günstigen Tordifferenz einen Vorteil zu haben. Bei diesem Vorhaben sprach ein Umstand für, einer dagegen: Das sehr große Becken in Lübeck verhindert in der Regel all zu hohe Ergebnisse, da die großen Schwimmstrecken zu Lasten der laufenden Spielzeit gehen. Dagegen stand eine ( Irrsinns- ) Wette eines NTV-Spielers: Der BUR würde gegen den NTV keine 20 Tore legen. Ein schwerer Fehler. Seit ungefähr sieben Jahren ist der BUR nicht mehr so motiviert in ein Nordliga-Spiel gegangen, da diesmal ein Kasten Bier für ihn zu gewinnen war. Der Halbzeitstand von 0:10 ließ Schlimmes ahnen, spiegelt aber nicht unbedingt wieder, daß der NTV sehr gut und tapfer verteidigte. Am Ende hatte sich der BUR richtig anstrengen müssen und die Zuschauer wunderten sich mal wieder über die verrückten Berliner. Das Endresultat von 1:21 sagt nicht nur etwas über die Klasse des BUR aus, sondern auch über Spaß an Wetten: Ein weiterer leichtfertiger NTV-Spieler hatte jedem eine Flasche Schampus versprochen, der gegen den BUR ein Tor schießt. Kurz vor Schluß "gelang" einem BUR-Spieler noch ein Eigentor....


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Zuletzt bearbeitet: 04.01.2006